Deep Purple & No Bros
DEEP PURPLE stört es anscheinend als Legenden bezeichnet zu werden uns so bekamen sie den 2. Tag in Wiesen als Headliner.
Supportband wie vor 24 Jahren NO BROS - im fast original Line up und mit neuem Album im Gepäck. Hungry for the good times heißt es und in den 45 Minuten die sie als support zur Verfügung hatten boten sie songs aus den ersten 3 Alben mit Schwerpunkt Heavy Metal Party und dazu einige der neuen. Die technischen Probleme am Anfang waren schnell gelöst und die Herren legten los wie in vergangenen Tagen. Vergangen aber keineswegs vergessen denn das Publikum war voll dabei. Heavy Metal Party - kraftvoll wie damals und mit unglaublicher Fan - Unterstützung. Auch der Rest wie z.B. Good morning sir oder der unvergeßliche Hit Be my friend wirkte frisch und keineswegs angestaubt. Dazwischen, geschickt plaziert, Material vom neuen Album und das macht Appetit auf mehr. Fast hätte ich auf die eigentlichen Headliner vergessen.
DEEP PURPLE sind nun auch schon einige Jahre im selben Line up unterwegs. Vor 3 Jahren in Pieberstein war's schon nicht schlecht aber in Wiesen war es noch besser. Die Herren sprühten nur so vor Spielfreude und guter Laune. Steve Morse an der Gitarre hat seinen eigenen Stil die Klassiker zu spielen und das stört überhaupt nicht. Die Rhythmus Abteilung mit Ian Paice und Roger Glover am Bass ist perfekt eingespielt und mit Don Airey am Keyboard auch perfekt abgestimmt. Sänger Ian Gillan dürfte seine zwischendurch offensichtlichen Probleme endlich im Griff haben denn er war nicht nur sehr gut bei Stimme und hatte auch keine Aussetzer bei den Songtexten. Die Klassiker wie Space Truckin', Black Night und natürlich Smoke on the water sprühten vor Energie und dazwischen waren auch songs vom aktuellen Album Battle Rages On eingeflochten - auch nicht übel aber wirklich ins Gedächtnis eingebrannt hat sich keiner. Vielleicht müßte man die Songs auch nur öfter hören. Trotzdem - super Stimmung und ein kochendes Zelt sind der beste Beweis dafür, daß DEEP PURPLE und vor allem der "gute alte" Hardrock noch lange nicht tot sind.
I.S.