Legends of Rock 07 Juli 2006


On, Love Hurts oder Whisky drinking Woman. Vom Original-Line up sind zwar nur noch Dan McCafferty am Mikro und Pete Agnew am Bass übrig aber schon 1995 haben sie sich den ausgezeichneten Gitarristen Jimmy Murison geholt und nach dem plötzlichen Tod von Darell Sweet 1999 hat Pete's Sohn Lee den Platz am Schlagzeug übernommen. Das eingespielte Team  hat großen Spaß on Stage und davor ist es mindestens genau so. Wäre echt an der Zeit, die Herren mal wieder als Headliner zu erleben denn 1 Stunde Spielzeit wie bei Festivals üblich ist mir einfach zu wenig. Nach kurzem Umbau ging es weiter mit WISHBONE ASH. Hab sie in unterschiedlichen Line ups schon ein paar mal gesehen, das letzte Mal vor ewigen Zeiten am Grazer Schloßberg. Andy Powell an der Gitarre hab ich noch erkannt und vom zweiten Ur-Gitarristen weiß ich, daß er derzeit in London bei We will Rock you mitspielt aber was soll's. An dem Abend wie auch schon damals wurde Gitarren-orientierter Rock vom Feinsten geboten und mein Lieblingssong Blowin' Free war auch mit im Set. Eine sehr angenehme Stunde mit irgendwie zeitloser Musik.

MELANIE war die Nächste und da kam sowas wie Flower Power Feeling auf. Nur mit Akustikgitarre und ihrer markanten Stimme bewaffnet stand sie da und schmetterte einen Hit nach dem anderen in die Menge. Die einzige Verstärkung war ihr Sohn Bo auch mit Gitarre und vor allem das Publikum. Hatte ich vor ihrem Auftritt gedacht nur ihre Version von Ruby Tuesday zu kennen war mir doch alles andere auch sehr vertraut. Einfach mitsingen beim Nickel Song, Brand new key und Look what they 've done to my song, Ma - nicht übel - damit hatte ich nicht gerechnet.

Die Nächsten waren URIAH HEEP und so wie NAZARETH sind auch sie eine sehr fleißige und vor allem lebendige Legende. Seit 1987 im selben Line up sind sie ständig irgendwo auf tour. Mick Box an der Gitarre ist das einzige verbliebene original Mitglied. Lee Kerslake am Schlagzeug und Trevor Bolder am Bass kamen kurz nach der Gründung dazu und nach mehreren Unterbrechungen sind beide wieder fix dabei. Dazu kamen dann 1987 Bernie Shaw mit seiner hervorragenden Stimme und Phil Lanzon am Keyboard. Mit Songs wie Gipsy, Easy Livin' und July Morning und dazu noch weniger oft gespielte Songs aus längst vergangenen Tagen wie z.B. So Tired oder Free me heizten sie kräftig ein. Auch aus den letzten beiden Studioalben gab es Kostproben und als Zugabe natürlich Lady in black. Eine geballte Ladung Energie und Spielfreude kam da von der Bühne, sehr schön heavy mit ein paar langsameren Passagen und die Stimmung war einfach großartig. Auch bei URIAH HEEP war mir eine Stunde viel zu wenig.

Dafür dauerte der Umbau für Keith EMMERSON scheinbar ewig. War es wirklich schon fast Mitternacht als er mit seiner Band auf die Bühne kam? Der monströse, überdimensionale, vorsintflutliche Synthesizer ließ Musiker und Publikum staunen, dazu ein "normales" Keyboard und dazwischen Mr. KEITH EMMERSON, seinerzeit Teil von EMMERSON, LAKE & PALMER. Wie schon damals paßt seine Musik in keine Schublade - sehr eigenwillig, vielleicht auch zu anspruchsvoll für mich - jedenfalls verlangt mein Körper nach über 7 Stunden in der 1. Reihe auch sein Recht und den Rest des Spektakels sah ich dann von hinten. Kann nur hoffen, daß auch alle anderen Bands einen so guten Sound hatten............

 to be continued.........       

I.S.