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Na Bumm - Einlaß um 12.30 - da hieß es früh aufstehen wenn man bei starkem Wind vorher noch ein Zelt aufstellen will um dann auch von Beginn an dabei zu sein.
Den überpünktlichen, perfekten Auftakt machte die BLUES PUMPN, österreichisches Bluesurgestein mit gerade mal 40 Min. Spielzeit. Erdig, gemütlich und entspannend bevor es mit Andy Scott's SWEET ans Rockeingemachte ging.Mit ihrem Hitfeuerwerk aus Block Buster, Fox on the run, Love is like oxygen und vielen mehr heizten sie gleich mal kräftig ein. Zwischen ihren hits spielten sie außerdem Everything, einen song aus ihrem aktuellen Album Sweetlife. Vor ca. 1 Jahr hatte sich Tony O'Hora, bass und lead voc. auf Solopfade begeben aber diesmal war er doch wieder mit dabei. Andy Scott, guit., voc., Steve Grant, keys, guit., voc. und Bruce Bisland, dr., voc. rockten drauf los was das Zeug hielt und Mitklatschen und Mitsingen ging ganz von alleine. Die Stimmung auf und vor der Bühne war super und von mir aus hätten sie ruhig länger spielen können aber es warteten ja noch 5 weitere Bands auf ihren Auftritt auf der Power Stage.
BLOOD, SWEAT & TEARS waren die nächsten. Eine Band die es seit den 60ern gibt, namentlich sehr wohl bekannt und eher Jazz orientiert. Eigentlich nicht wirklich meins aber sie waren "gnädig". Im set hatten sie eine best of - Auswahl wie z.B. Spinning Wheel, And when I die, Hi-De-Ho und Go down gamblin' und das war einfach optimal. Diese Bluesstimme, die wahnsinns Mundharmonika, dazu ein wenig Keyboard und die Bläsersätze - sehr beeindruckend.
SUZANNE VEGA hätte ich mir gern erspart und stattdessen COLOSSEUM auf der Flower Stage gesehen aber wegen URIAH HEEP wollte ich meinen guten Platz nicht verlassen. My name is Luca war natürlich im set und der einzige song den ich kannte - ist absolut nicht meine Richtung - fad wenn man sich nicht wirklich mit ihren Themen und Texten befassen will.
BARCLAY JAMES HARVEST machten es mir da schon leichter. Ich kannte zwar auch nur ihren hit Life is for living aber ihre Rockschonkost tat nach der VEGA ausgesprochen gut und so war ich irgendwie ausgeruht für URIAH HEEP. Schade, daß ziemlich zeitgleich TEN YEARS AFTER auf der Flower Stage spielten aber man kann bekanntlich nicht alles haben.
Kurzes Intro und URIAH HEEP legten los mit So Tired und Cry Freedom. Fast auf den Tag genau 1 Jahr ist es her seit ich URIAH HEEP zuletzt gesehen habe und drummer Lee Kerslake hat im Jänner 07 die band aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Nach unzähligen auditions fanden sie in Russel Gilbrook einen mehr als würdigen Nachfolger und einige songs hörten sich nun etwas anders an. Gypsy bot schon immer Platz für diverse soli und diesmal gab es ein Duell Gitarrist Mick Box und Russel Gilbrook on drums. Unglaubliche Stimmung und X-tausend Stimmen die Leadsänger Bernie Shaw bei Stealin', Sunrise, Free me und natürlich Lady in Black unterstützten. Die erste Line up - Änderung nach 20(!) Jahren scheint ihnen nicht geschadet zu haben und so darf man gespannt sein auf das neue, von Bernie Shaw angekündigte Studioalbum. Bis es soweit ist gibt es noch ein Österreich-Konzert im August in Kärnten und da will ich unbedingt auch hin.
Die RIDERS ON THE STORM waren die letzten auf der Power Stage. Diese Band ist sozusagen die Reinkarnation der DOORS mit den original members Ray Manzarek und Robbie Krieger. War schon damals nur bedingt meins und so huschte ich so schnell es ging zur Flowerstage um noch die letzten paar songs von TEN YEARS AFTER zu hören. Gerade recht zu I'm going home und wie schon letztes Mal war ich fasziniert von der Fingerfertigkeit des Gitarristen Joe Gooch. Die Halle kochte und es gab noch eine Zugabe bevor Leo Lyons, bass, Ric Lee, drums, Chick Churchill, keys und Joe die Bühne verließen.Schade, hätte gern wieder ein komplettes Konzert erlebt aber da draussen waren ja noch die RIDERS und ein Haufen Leute. Abgesehen vom Sprüche klopfen hatten sie auch musikalisch einiges zu bieten. Super sound, super Stimmung und einfach faszinierend Light my fire und Riders on the storm live zu erleben. Bis zum Ende nach 1 Uhr früh habe ich es trotzdem nicht geschafft denn nach 13 Stunden auf den Beinen verlangten meine morschen Knochen ihr Recht auf Ruhe. Ganz schön anstrengend aber es hat sich gelohnt!
I.S.